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10.11.2020 16:42 Alter: 14 days

Interview mit Markus Tavernier

Drei Fragen an Markus Tavernier, Präsident von Swiss Recycling


Markus Tavernier

Ende Oktober ging Markus Tavernier als bisheriger Geschäftsführer der Ferro Recycling sowie der IGORA Genossenschaft für Aluminium-Recycling in Pension. Schon im letzten Jahr starteten deshalb die Nachfolgeregelung. Schnell war klar, dass der Zeitpunkt ideal ist, um mit der Neubesetzung der Geschäftsführung auch bestehende Synergien zu anderen Recyclingorganisationen zu intensivieren.Mit Jean-Claude Würmli, Geschäftsführer von PET-Recycling Schweiz, ist nun die passende Besetzung für die Stelle gefunden worden.


Wir freuen uns, dass Markus Tavernier trotz Pension weiterhin Präsident bei Swiss Recycling bleibt. Im Interview wagen wir mit ihm einen Blick in die Vergangenheit und Zukunft vom Dachverband der Schweizer Recycling-Organisationen.

Du hast die Recyclingbranche seit 3 Jahrzehnten mitgeprägt. Welche Momente blieben dir dabei in Erinnerung?

M.T.: Ende der 1980er Jahre war die Zeit geprägt von Unsicherheit und Aufbruch. Der bessere Umgang mit Abfällen war ein Gebot der Stunde. Entsprechend konnten neue Separatsammlungen eingeführt werden. Wir waren positiv überrascht, wie schnell die Recyclingquoten gestiegen sind. Die Akzeptanz der Bevölkerung für das richtige Separatsammeln ist nach wie vor hoch. Die Weiterentwicklung mit den Synergien zwischen den Organisationen Ferro und Igora im Bereich Metallverpackungen und neu auch mit PET-Recycling Schweiz weisen den weiteren Weg.

Lässt sich die Situation Anfang 1990er-Jahre mit heute vergleichen? Stehen wir vor einem weiteren Innovations-Schritt?

M.T.: Die Situation hat interessante Parallelen. Auch heute stehen Veränderungen an. Es gilt Verpackungen und Produkte in Richtung Kreislauffähigkeit weiterzuentwickeln. Die Kreislaufwirtschaft wird in den nächsten Jahren das grosse Thema in unserer Branche sein. Bereiche wie Design for Recycling, Standards für hochwertiges Recycling und weitere Gebiete. Es gilt die 10 RE von Repair, Reuse, Rethink bis Recycling ganzheitlich einzusetzen. Immer mit Fokus, die Umweltbelastung zu reduzieren und dies mit einem optimalen Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Was hat dich dazu bewogen, dich weiterhin für das Amt als Präsident von Swiss Recycling zur Verfügung zu stellen?

M.T.: Swiss Recycling hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Dienstleistungen wie der Check-Up oder der Recyclingkongress sind ausgebaut worden. Neue Dienstleistungen wie Workshops oder Abfallkurse sind erfolgreich eingeführt worden. Wir sind überzeugt, Themen wie Kreislaufwirtschaft, der Ausbau der Separatsammlungen und die Weiterentwicklung der Systeme im Sinne der Erweiterten Produzenten-Verantwortung voranbringen zu können. Gerne bin ich bereit, weiterhin mit Leidenschaft diese Weiterentwicklung mitzugestalten.

 

Weitere Hintergrundinfos

Ferro, IGORA und PET-Recycling Schweiz ab 1.11.2020 unter derselben Leitung

Am 31. Oktober 2020 wird der bisherige Geschäftsführer der Ferro Recycling sowie der IGORA Genossenschaft für Aluminium-Recycling, Markus Tavernier, in Pension gehen. Schon im letzten Jahr starteten deshalb die Vorstände der Ferro Recycling und der IGORA Genossenschaft für Aluminium Recycling mit der Nachfolgeregelung. Schnell war klar, dass der Zeitpunkt ideal ist, um mit der Neubesetzung der Geschäftsführung auch bestehende Synergien zu anderen Recyclingorganisationen zu intensivieren. Mit Jean-Claude Würmli, Geschäftsführer von PET-Recycling Schweiz, ist dazu nun die passende Besetzung gefunden worden.

Auch wenn Jean-Claude Würmli die Geschäftsführung aller drei Organisationen übernimmt, bleiben diese eigenständig und ihre gesellschaftsrechtlichen Strukturen, die Finanzierung, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten unberührt. Alle Mitarbeitenden behalten ihre laufenden Verträge und sind in denselben Geschäftseinheiten tätig. Der langjährige Mitarbeiter der IGORA Genossenschaft Daniel Frischknecht wird Geschäftsleitungsmitglied und wird in seiner Funktion für den Bereich Metalle zuständig sein.