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01.04.2012 08:00 Alter: 7 yrs

Mehr Recycling – weniger Kosten

Der «Recycling-Check-Up» hat sich bewährt: Mit dieser Dienstleistung unterstützt Swiss Recycling Gemeinden dabei, die Separatsammlung zu optimieren und damit bares Geld zu sparen. Neu können auch Gebäudeverantwortliche vom Know-how der Recycling-Spezialisten profitieren.


«In sauberen Sammelstellen wird das Sammelgut deutlich weniger durch ‚Fehlwürfe‘ verunreinigt als in ungepflegten», berichtet Patrik Geisselhardt. «Dies hält, im Zusammenspiel mit weiteren Massnahmen, die Kosten tief.» Als Geschäftsführer der Recycling-Dachorganisation Swiss Recycling weiss er, wovon er spricht.

Seit bald 10 Jahren bietet die Organisation den Recycling-Check-Up an, der Gemeinden dabei unterstützt, ihr Sammelstellen-Konzept zu optimieren. Dabei sind es oft vermeintlich einfache Fragen, die für einen reibungslosen Betrieb entscheidend sind:  Wo und wie sollen die Sammelcontainer für PET, Aluminium oder Glas aufgestellt werden? Für welche Container soll sich eine Gemeinde entscheiden? Wie werden die Container richtig beschriftet? Die Antworten fallen je nach Gemeinde unterschiedlich aus. Entscheidend sind die verkehrstechnische Erschliessung, die Platzverhältnisse auf dem Areal oder das Sammelsystem der Nachbarsgemeinden.

Tiefere Kosten

Wie das Beispiel des Zweckverbands Kehrichtorganisation Wyland (KEWY) zeigt, haben die Ratschläge der Spezialisten mehr als nur kosmetischen Charakter: Der Zusammenschluss von 22 Gemeinden im Züricher Weinland organisiert neben dem Abfallwesen auch den gemeinsamen Abholdienst für Bruchglas sowie für Aluminium- und Stahlblechverpackungen. Dank dem Einsatz eines neuen Containersystems spart der Zweckverband viele Transportfahrten und damit jährlich rund 40‘000 Franken ein. Die Container, die für 150‘000 Franken gekauft wurden, waren bereits nach vier Jahren amortisiert. Und ganz nebenbei profitiert dank wesentlich weniger Transportkilometern auch die Umwelt.

Aber nicht nur Optimierungen senken die finanziellen Ausgaben. «Viele Gemeinden sind sich nicht bewusst sind, dass sie Anspruch auf Vergünstigungen und Beiträge haben», stellt Geisselhardt fest. So können unter bestimmten Voraussetzungen beispielsweise Kostenbeiträge an die Logistik oder an die Anschaffung neuer Glassammel-Container beantragt werden.

Beratung für Gebäudekomplexe

Die Optimierung von Sammelstellen ist längst nicht mehr nur ein Thema für Gemeinden. Auch in Schulen, Spitälern oder Bürokomplexen lohnt sich eine effiziente Separatsammlung. Dementsprechend hat Swiss Recycling sein Dienstleistungsangebot ausgedehnt und berät vermehrt auch Angestellte, die für den Betrieb und Unterhalt grosser Gebäude verantwortlich sind.

Die Beratung deckt dabei grundsätzlich die gleichen Fragen ab wie beim Check-Up für Gemeinden. «Die Sammelstelle eines Spitals funktioniert in den Grundzügen gleich wie eine Gemeindesammelstelle», weiss Geisselhardt. «Im Kleinen betrachtet sind die Bedürfnisse aber natürlich andere.»

Deshalb hat Swiss Recycling als Zusatz zum Recycling-Check-Up ein Baukasten-System entwickelt, das es erlaubt, spezifische Fragen eingehender zu untersuchen. So können die Berater ganz gezielt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse eingehen – seien es bauliche Anpassungen, Beschriftungskonzepte oder die Rolle der Öffnungszeiten. Derart kann Swiss Recycling gewährleisten, dass alle vom Recycling-Check-Up profitieren: Gemeinden, Schulen, Spitäler und nicht zuletzt die Umwelt.