Neuigkeiten Swiss Recycling – Dezember 2015

Guten Tag

Das neue Jahr ist nicht mehr weit!

Darum berichten wir Ihnen im aktuellen Newsletter von kommenden Projekten der Recyclingbranche – neue Weiterbildungsmöglichkeiten (Diplom-, Fach- und Grundlagenkurse) – und zeigen auf, was die Branche zur Zeit leistet: VetroSwiss kehrt zum Normalzustand zurück, PET-Recycling optimiert sein Sammelsystem und auch andere Mitglieder setzen sich für reibungloses Recycling ein.

Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre!

Das Swiss Recycling-Team

Folgende Themen werden diskutiert:

Schwerpunkt: Weiterbildungsmöglichkeiten im Recycling (Diplom-, Fach- und Grundlagenkurs)
Neuigkeiten: Sind Lithiumbatterien gefährlich?
Optimierte Sammlung: Ökoeffizienz von PET-Recycling Schweiz
Standpunkt: VertroSwiss steuert wieder in ruhigen Gewässern
Schwarzes Brett: Diverses aus dem Recyclingland

Schwerpunkt: Lehr- und Kursangebot im Bereich Separatsammlung

Swiss Recycling führt in Zusammenarbeit mit dem dem Bildungsinstitut WERZ und weiteren Partnern 2016 erstmals  Kurse zur Professionalisierung der Separatsammlung durch, welche verschiedene Zielgruppen ansprechen.

Die Kurse eignen sich für alle Aufgabenbereiche von kommunalen und privaten Sammelstellen. Kernstück des neuen Angebots ist der 12-tägige Diplomkurs "Sammelstellenleitung", welcher sich an (angehende) LeiterInnen von öffentlichen und privaten Sammelstellen, Kadermitarbeiter von Entsorgungsbetrieben und Umweltverantwortliche auf Kantons-/Gemeindeebene richtet. Von März bis August 2016 werden die Teilnehmenden an zwei Tagen pro Monat in sehr spezifischen, praxisorientierten Modulen auf die bevorstehenden Aufgaben vorbereitet.

Der dreitägige Fachkurs für Sammelstellenmitarbeitende im Juni/Juli 2016 vermittelt fundiertes Wissen zu den verschiedenen Material-Fraktionen und dazugehörigen Betriebsabläufen.

Als Weiterentwicklung des PUSCH-Gemeindekurses richtet sich der zweitägige Grundlagenkurs "Kommunale Abfallbewirtschaftung" an Abfallverantwortliche von Städten und Gemeinden sowie Vertreter der Abfallbranche. Behandelt werden die Themen und Zusammenhänge der Abfallbewirtschaftung in Gemeinden und zukünftige Herausforderungen sowie deren Lösungsansätze.

Weiterführende Informationen zu den Modulinhalten und Anmeldemöglichkeiten finden Sie unter www.abfallkurse.ch.

Neuigkeiten: Lithiumbatterien: Korrekte Handhabung und Entsorgung sind wichtig

Lithiumbatterien und -akkus unterscheiden sich von „normalen“ Batterien und Akkus in verschiedenen Punkten. Müssen sie deswegen auch speziell behandelt werden oder sind sie für die Nutzer gar gefährlich?

Heute werden wir vor allem mit Lithium-Akkus, also wieder aufladbaren Energiespeichern konfrontiert. Sie finden sich in unzähligen Anwendungen, wie Laptops, E-Bikes oder Handys wo über längere Zeit möglichst gleichbleibende Energiemengen abgegeben werden müssen und sie sich nicht von selber entladen oder auslaufen. Da Lithium-Akkus eine sehr hohe Energiedichte aufweisen, besteht die Gefahr der Selbstentzündung. Sie können – speziell nach Beschädigungen wie wenn sie fallen gelassen werden, quetschen, überhitzen usw. – anfangen zu brennen und damit entzündbare Gegenstände im Umfeld in Brand setzen. Als besonders gefährlich gelten die vor allem im Modellbau verwendeten Lithiumpolymer-Akkus. Sie müssen daher mit Bedacht behandelt, gelagert und beim Aufladen überwacht werden.

Wenn wir als Anwender Lithiumbatterien und -Akkus im Fachgeschäft einkaufen, sorgfältig damit umgehen und sie nach Gebrauch korrekt, mit abgedeckten Kontakten über eine Sammelstelle entsorgen, ist die Gefahr als gering einzustufen.

Ihre nächstgelegene offizielle Batterie-Sammelstelle finden Sie hier: www.recyclingmap.ch

Mehr Infos zum Batterienrecycling: www.inobat.ch

Optimierte Sammlung: Ökoeffizienz bleibt das oberste Ziel

PET-Recycling ist Umweltschutz. Damit das so bleibt, muss neben der Sammelleistung stets auch die Umweltbelastung des gesamten Systems im Auge behalten werden. Um die Ökoeffizienz auch in Zukunft weiter zu verbessern, arbeitet PET-Recycling Schweiz daran, das Recyclingsystem als Ganzes zu optimieren.

PET ist mehr als ein Verpackungsmaterial. Es besteht aus Erdöl oder Erdgas und ist als wiederverwertbares Material besonders wertvoll. PET hat den Vorteil, dass es beim Recycling seine Eigenschaften nicht verliert, weshalb es sich besonders gut immer wieder zu neuen Getränkeflaschen und auch anderen Produkten verarbeiten lässt.

Neben der Sammelquote gibt es aber auch andere Kriterien, welche die Effizienz und die Notwendigkeit von PET-Recycling aufzeigen. Die reine Menge der gesammelten Getränkeflaschen allein sagt noch wenig über den ökologischen und ökonomischen Nutzen unseres Recyclingsystems aus. Vielmehr geht es um Umweltfreundlichkeit und dabei um die Frage, wie viel CO2 eingespart werden kann im Vergleich zur Verbrennung des Materials in einer Kehrichtverbrennungsanlage. Tatsächlich kann durch PET-Recycling aktuell jährlich ein Ausstoss von 152‘000 Tonnen Treibhausgasen (hauptsächlich CO2) verhindert werden. Das Ziel von PET-Recycling Schweiz ist die weitere Verbesserung der Ökoeffizienz sowie die Steigerung des Anteils von PET-Rezyklat im Flaschenkreislauf. Gleichzeitig ist die flächendeckende Sammlung weiter auszubauen.

Optimierung in allen Bereichen

Um diese Ziele zu erreichen, arbeitet PET-Recycling Schweiz mit seinen Mitgliedern intensiv daran, das Recyclingsystem als Ganzes zu optimieren. Vor allem in den Bereichen Logistik und Verarbeitung konnten grosse Fortschritte erzielt werden: Dank neuen Sortieranlagen und laufenden Investitionen und Verbesserungen der bestehenden Anlagen wurden die Reinheit des Rezyklats verbessert und die Transportwege verkürzt. Seit 2007 konnte die Umweltbelastung durch Transporte dank optimierter Logistik um 35 Prozent reduziert werden. Die neuen LKWs erfüllen die strenge Schadstoffnorm EURO6, wodurch sie ebenfalls zur Reduzierung der Umweltbelastung beitragen.

Grösstes Potenzial im geschlossenen Flaschenkreislauf

Um die Umweltbelastung zu messen, untersucht die Firma Carbotech AG regelmässig das PET-Recyclingsystem mittels einer Ökobilanzierung. Untersucht werden alle Umwelteinwirkungen eines Produkts – von der Herstellung über die Nutzung bis hin zu Transport und Entsorgung. Das grösste Potenzial liegt laut der Studie im Ausbau des geschlossenen Flaschenkreislaufs. Dafür erforderlich ist Rezyklat von hoher Qualität, welches für die Herstellung neuer Getränkeflaschen verwendet werden kann. Im Gegensatz zur puren Quotenmaximierung garantiert der eingeschlagene Weg, dass PET-Recycling in Zukunft noch ökologischer wird, ohne dass die Wirtschaftlichkeit des Systems darunter leidet.

 Quelle: Rainer Bunge, UMTEC

Gewinn = Ertrag – Aufwand
Die Grafik zeigt in Bezug auf PET-Recycling, dass der ökologische Ertrag zunimmt, je höher die Sammelquote liegt. Allerdings steigt mit der Erhöhung der Quote auch die Umweltbelastung, zum Beispiel durch weitere Transporte. Deshalb setzt sich PET-Recycling Schweiz das Ziel, nicht nur die Sammelquote, sondern das Recyclingsystem als Ganzes zu optimieren, um die Ökoeffizienz zu verbessern.

Weitere Infos: www.petrecycling.ch

Standpunkt: VetroSwiss steuert wieder in ruhigeren Gewässern

Nach einem turbulenten Jahr wird VetroSwiss den entschädigungsberechtigten Sammlern von gebrauchtem Glas eine Sonderentschädigung entrichten und die Vergangenheit abschliessen können.

Per 1. Januar 2015 wurde die ATAG Wirtschaftsorganisationen AG vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) mit der Erhebung, Verwaltung und Verwendung der gesetzlichen, vorgezogenen Entsorgungsgebühr auf Getränkeflaschen aus Glas unter der Marke VetroSwiss beauftragt. Dies nachdem das BAFU den Mandatsvertrag mit der Vorgängerorganisation wegen Unstimmigkeiten vor Abschluss der Vertragsdauer aufgehoben hat.
Obiger Umstand hat bei der Erhebung der Gebühren für das zweite Halbjahr 2014 sowie der Entrichtung der Entschädigungen für das Sammeljahr 2014 zu zeitlichen Verzögerungen geführt. Zwischenzeitlich konnten diese Arbeiten abgeschlossen werden. Ab dem Jahr 2016 haben wieder die üblichen Fristen Gültigkeit.
Nachdem auch die Unstimmigkeiten mit der Vorgängerorganisation bereinigt werden konnten, verfügt die VetroSwiss über CHF 1.6 Mio. Gebührengelder, welche sie den Sammlern für nicht erhaltene Entschädigungen in den vergangenen Jahren nachträglich in Form einer Sonderentschädigung im Jahr 2016 wird vergüten können. Die Glassammler werden dadurch schadlos gehalten.

www.vetroswiss.ch

Schwarzes Brett: Tipps und Hinweise für private Recycler & Gemeinden

Auf dem Schwarzen Brett finden Sie diesmal Infos zu den neuen TEXAID-Recyclingsäcken, dem praktischen Metall Bag sowie spezifische Gemeindeinformationen zum Thema Elektroschrott.

Der Metal Bag: Einfaches Sammeln von Aluminium- und Stahlblechverpackungen

Mit Recycling leisten Sie einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz und sparen Energie ein. Damit Ihnen das noch leichter fällt, haben wir den Metal Bag entwickelt. Er hilft Ihnen, Metall-Verpackungen wie Aludosen, Tiernahrungsschalen, Aluminiumtuben, Konservendosen etc. zu Hause sauber zu sammeln und bequemer zum Sammelcontainer zu bringen. Und das so viele Male, wie Sie möchten. Der Metal Bag ist nämlich aus speziellem abwaschbarem Material gefertigt, das immer wieder verwendbar ist. Deshalb: Metal Bag nach Gebrauch NICHT in den Sammelcontainer oder Abfall werfen, sondern wieder nach Hause bringen und für den nächsten Gang zur Sammelstelle bereitstellen.

Mit dem Kauf eines Metal Bags für CHF 5.– tun Sie nicht nur etwas Gutes für die Umwelt, sondern unterstützen mit dem gesamten Betrag auch die Pro Infirmis mit ihrer Aktion "Gemeinsam für behinderte Kinder".

Bestellen Sie den Metal Bag noch heute hier: http://metal-recycling.ch/

 

TEXAID-Sammelsäcke mit Recyclinganteil

Die berühmten rot-weissen TEXAID-Sammelsäcke, welche per Post in die Schweizer Haushalte gelangen, künden die nächste Strassensammlung im Ort an. Diese Säcke sind nicht mehr reinweiss wie bisher, sondern weisen eine leichte Verfärbung auf, da diese neu der Umwelt zuliebe mit einem Anteil an Recyclingmaterial hergestellt werden. Das schont wertvolle Rohstoffe und reduziert die Umweltbelastung. Ausgediente Kleidungsstücke sowie Schuhe in den Sammelsack legen, fest zuschnüren und am Sammeltag an eine Durchgangsstrasse stellen. TEXAID holt die Kleidersäcke ab und sorgt anschliessend für eine ökologisch saubere und professionelle Weiterverwertung der abgegebenen Textilien.

 www.texaid.ch

Spezifische Informationen für Gemeinden

Witterungsschutz Abgabestellen

Bei Besuchen von Swico Recycling Abgabestellen ist vermehrt aufgefallen, dass der Witterungsschutz leider nicht immer gewährleistet ist. Dieser Umstand ist häufig auf Platzmangel zurückzuführen. Witterungsschutz ist ein wichtiger Aspekt für eine sichere und umweltgerechte Lagerung. Abgabestellen sind deshalb gebeten, diesen in jedem Fall einzuhalten. Bei Swico Recycling beratet Sie gerne Roger Gnos.

Swico Recycling Vergütungen 2016

Die Swico Recycling Vergütungen für das Jahr 2016 bleiben unverändert (CHF 158.00/Tonne für Sammelstellenvergütung sowie CHF 142.00/Tonne Logistikvergütung). Diese Beträge können über den Recyclingpartner abgerechnet oder direkt Swico Recycling in Rechnung gestellt werden. Die Abrechnungsmöglichkeit hängt vom Dienstleistungsvertrag ab. Bei Fragen wenden Sie sich an Swico Recycling: info@swicorecyclin.ch / 044 446 9494.

Swiss Recycling

Swiss  Recycling  steht  für  hohe  Qualität,  Transparenz  und  nachhaltige Entwicklung auf allen Recycling-Stufen – von der Separatsammlung über die Logistik hin zur Verwertung und dem Einsatz des Sekundärmaterials. Die Mitglieder verpflichten sich, die in der  Swiss  Recycling  Charta  definierten  Standards  umzusetzen:  Dies  sind  insbesondere Transparenz  im  Stoff-  und  Finanzfluss,  optimierte  Rücknahme  sowie  nachhaltige Entwicklung.

Swiss  Recycling  sensibilisiert  durch  Kommunikationsarbeit  für  das  Separatsammeln  und das  Recycling.  Die  Wiederverwertung  schont Ressourcen,  spart  Energie,  reduziert Treibhausgasemissionen und schafft Sekundär-Rohstoffe. Entscheidende Grundlage dafür ist die richtige Separatsammlung.

Swiss Recycling unterstützt den Erfahrungsaustauschunter den Mitgliedern / Partnern und die  Realisierung  von  Synergien.  Als  eigenständige  Non-Profit-Organisation  ist  Swiss Recycling kompetente Ansprechpartnerin in allen Fragen zum Thema Separatsammlung und Recycling.

Swiss Recycling - Damit Recycling Rund läuft.

Dem Verein Swiss Recycling können alle Recycling-Organisationen angehören, die gesamtschweizerisch in der Separatsammlung tätig sind. Derzeitige Mitglieder sind folgende Organisationen:

•    FERRO Recycling (Konservendosen und Stahlblech)
•    IGORA-Genossenschaft (Aluminiumverpackungen)
•    INOBAT (Batterien)
•    PET-Recycling Schweiz (PET-Getränkeflaschen)
•    Perlen Papier (Papier)
•    Stiftung SENS (elektrische und elektronische Haushaltklein- und Haushaltgrossgeräte)
•    Stiftung Licht Recycling Schweiz SLRS (Leuchtmittel und Leuchten)
•    SWICO Recycling (Büro-, Unterhaltungselektronik und Telekommunikation)
•    Tell-Tex (Textilien und Schuhe) 
•    TEXAID Textilverwertungs-AG (Textilien und Schuhe)
•    VetroSwiss (Verpackungsglas)

Swiss Recycling
Obstgartenstrasse 28
8006 Zürich

Tel. +41 (0)44 342 20 00

info(at)swissrecycling.ch
www.swissrecycling.ch