Neuigkeiten Swiss Recycling – Februar 2014

Der Swiss Recycling Newsletter orientiert Sie in digitaler Form 2-3 mal jährlich über spannende Themenfelder und Ereignisse rund um das Recycling.

Beste Grüsse
Claudia Bucher, für das Swiss Recycling-Team

Folgende Themen werden diskutiert:

Schwerpunkt: Recyclingkongress Gemeinden 2014 – Recycling 2030
Neuigkeiten: Neue prominente Bekenner für die "Ich trenne." Kampagne
Optimierte Sammlung: Doppelt so viele freiweillige PET-Sammelstellen wie Postbriefkästen
Standpunkt: Hoher Kostendeckungsgrad beim Glasrecycling
Schwarzes Brett: Weitere Themen rund um Recycling und Nachhaltigkeit

Schwerpunkt: Recyclingkongress Gemeinden 2014 – Recycling 2030

Am 16. Januar hat in Solothurn der Recyclingkongress Gemeinden 2014 stattgefunden. Swiss Recycling und die Organisation Kommunale Infrastruktur können auf einen gelungenen Anlass zurückblicken.

Neben Referaten von ausländischen Gästen, welche einen Einblick in die Separatsammlungen Hollands, Deutschlands und Österreichs gaben, erhielten die Teilnehmer interessante Informationen zu Pilotprojekten und zur Entwicklung der Separatsammlung in der Schweiz. Referenten aus unterschiedlichen Bereichen gaben einen Ausblick auf die Schweizer Recyclinglandschaft der kommenden Jahre und deren Optimierungsmöglichkeiten. Das Projekt ‚Recycling 2030‘ steht dabei im Fokus.

Optimierung statt Maximierung
Recycling 2030, lanciert von Swiss Recycling, startete Ende 2013 und hat zum Ziel, die Möglichkeiten der Weiterentwicklung in Richtung Ressourcenwirtschaft ganzheitlich aufzuzeigen und entsprechende Massnahmen umzusetzen. Der Grundsatz des Projektes lautet, optimale Verwertungsquoten zu finden und nicht auf eine Maximierung der Quoten zu setzen. Damit wird im Sinne der Ökoeffizienz gehandelt und auf ein verantwortbares Kosten-Nutzen-Verhältnis Wert gelegt.
Ein Schwerpunkt des Projektes ist der Aufbau eines schweizweiten Kunststoff-Recycling-Systems für Haushalte. Hinzu kommen unter anderem die Festlegung von sinnvollen Indikatoren für die Ökoeffizienz und deren Kommunikation sowie eine Optimierung des Siedlungsabfallrecyclings. Letzteres bedingt Synergien der bereits vorhandenen Recyclingsysteme. Dank einer neutralen Haltung und ausgezeichneter Vernetzung in der Schweizer Recyclingbranche kann Swiss Recycling die Potenziale der Recyclingzukunft evaluieren, erkennen und die erforderlichen Synergien realisieren.

Einbezug aller Akteure
Um einen nachhaltigen Beitrag zur Recyclinglandschaft Schweiz zu leisten, werden Stimmen der Akteure aller Branchen in das Projekt miteinbezogen. So ist es Swiss Recycling ein Anliegen, Anreize für die Wirtschaft zu schaffen sowie gleichzeitig auf freiwillige Lösungen zu setzen, wenn es um die Umsetzung von neuen Separatsammlungen geht. Nur wenn alle relevanten Anspruchsgruppen an einem Strick ziehen, lassen sich das Recycling bzw. die Separatsammlungen sinnvoll optimieren und tragen gleichzeitig zur Umsetzung der Grünen Wirtschaft bei.

Möchten Sie Zugang zu den Präsentationen vom Recyclingkongress Gemeinden 2014? Sie können diese per Mail bei Swiss Recycling für 75 CHF bestellen.

Save the date - Recyclingkongress Gemeinden 2015
Am 16. Januar 2015 findet der Recyclingkongress Gemeinden 2015 im Kongresshaus Biel statt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie frühzeitig auf unserer Webseite.

Neuigkeiten: Neue prominente Bekenner für die „Ich trenne.“ Kampagne

Vor mehr als einem Jahr startete die Sensibilisierungs-Kampagne von Swiss Recycling, bei der sich prominente Schweizer zum Recycling bekennen. Inzwischen konnten weitere berühmte Bekenner hinzugewonnen werden. Ab der nächsten Welle neu dabei sind die Weltnummer 3 im Tennis Stanislas Wawrinka, Fussballtrainer Gilbert Gress, und Fussballspieler Valentin Stocker.

Die Plakate werden ab Juni in den grossen Schweizer Städten zu sehen sein. Zusätzlich wurde die Präsenz in der Romandie verstärkt.
Auf der Webseite www.ich-trenne.ch finden Sie spannende Informationen zu den Schweizer Bekennern und ihren Recyclinggewohnheiten.

Kostenlose Plakatbestellung
Auf der Swiss Recycling Homepage können die kostenlosen „Ich trenne.“ Plakate bestellt werden. Diese sind bald auch mit den neuen Bekennern erhältlich. Die Plakate sind sehr gut geeignet für Schul- und Lehrerzimmer, Gemeinden und für öffentliche Plätze wie Spielplätze, Ausstellungskästen und Unterführungen. Zur Plakatbestellung

SLRS lanciert Subkampagne
Die Stiftung Licht Recycling Schweiz (SLRS) hat eine Subkampagne lanciert, die seit dem 27.01.14 läuft. Die Plakate, die für die Trennung von Leuchtmitteln vom Abfall werben, sind hinterleuchtet und wirken so gerade in der kalten Jahreszeit sehr gut.     

Optimierte Sammlung: Doppelt so viele freiwillige PET-Sammelstellen wie Postbriefkästen

PET-Recycling Schweiz durfte kürzlich die 30‘000ste freiwillige Sammelstelle verzeichnen. Das sind nun doppelt so viele Sammelstellen wie Postbriefkästen. Trotzdem ist das Potenzial, besonders im Unterwegskonsum, noch nicht ausgeschöpft.

Mit der Eröffnung der 30‘000sten freiwilligen PET-Sammelstelle im Walliser Bildungshaus «Maison Diocésaine Notre-Dame du Silence» konnte PET-Recycling Schweiz ihren Service public weiter ausbauen. Zusammen mit den gesetzlich verpflichteten PET-Sammelstellen im Detailhandel stehen der Schweizer Bevölkerung nun landesweit rund 38‘000 Möglichkeiten zur Verfügung, ihre PET-Getränkeflaschen zurück in den Recyclingkreislauf zu bringen. Nur dank dieser Kombination aus freiwilligen und verpflichteten PET-Sammelstellen ist eine PET-Verwertungsquote von 81 Prozent erst möglich.

Grosses Sammelpotenzial im Unterwegskonsum
Die Verpflegungsgewohnheiten haben sich in den letzten Jahren merklich verändert. Beispielsweise hat der Unterwegskonsum an Bedeutung gewonnen, was sich im höheren Absatz von kleinen Flaschen (0.5 Liter) widerspiegelt. Damit möglichst wenige PET-Getränkeflaschen mangels Entsorgungsmöglichkeit im Abfall landen, wird PET-Recycling Schweiz die Erhöhung der PET-Sammelstellen bei Tankstellen, Kiosken und an Bahnhöfen in den nächsten Jahren vorantreiben. Die SBB hat bereits angekündigt, dass alle grossen Bahnhöfe demnächst mit Sammelstationen für PET-Getränkeflaschen, Papier und Aluminium ausgestattet werden.

124‘000 Tonnen weniger Treibhausgas-Ausstoss dank PET-Recycling
Der Aufwand beim PET-Recycling lohnt sich. Das hat die Carbotech AG in ihrer neusten Ökobilanzierung festgestellt: «Weil durch das PET-Recyclingsystem 81 Prozent der PET-Getränkeflaschen rezykliert und nur 19 Prozent verbrannt werden, reduziert das die Treibhausgasemissionen um rund 124‘000 Tonnen jährlich», erklärt Thomas Kägi, Projektleiter bei der Carbotech AG. Diese eingesparte Menge entspricht dem gesamten jährlichen Treibhausgas-Ausstoss von etwa 33‘000 Haushalten (ungefähre Anzahl aller Haushalte im Kanton Schaffhausen). Damit ist das Recycling 50 Prozent umweltfreundlicher als die Entsorgung über die Kehrichtverbrennung. 

Standpunkt: Hoher Kostendeckungsgrad beim Glasrecycling

Viele Gemeinden klagen, dass die VEG-Entschädigung die Kosten für die Altglassammlung nicht decke. Deshalb haben VetroSwiss und Swiss Recycling die Zahlen zum Glasrecycling aus den Swiss Recycling-Check-Ups von Januar 2009 bis Mai 2012 ausgewertet. Erfasst wurden 161 Gemeinden aus 10 Deutschschweizer Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein. Die Resultate: Mehr als 58 Prozent der ausgewerteten Gemeinden kommen mit der Entschädigung von VetroSwiss aus oder erwirtschaften einen beträchtlichen Gewinn. 26,8 Prozent erreichen eine 75-prozentige Kostendeckung.

Durch die Optimierung des Logistiksystems könnten die Kosten der Altglassammlung vielerorts deutlich reduziert werden.

Im Durchschnitt erzielen die erfassten Gemeinden einen Gewinn von fast 9 Franken pro Tonne. Beträchtliche Unterschiede sind in verschiedenen Kantonen auszumachen. So schneiden die 28 erfassten Luzerner Gemeinden sehr gut ab. Alle erwirtschaften einen Gewinn zwischen 32 und 61 Franken pro Tonne. Im Gegensatz dazu verbuchen alle sechs im Kanton Wallis erfassten Gemeinden einen Verlust zwischen 59 und 62 Franken. Die 38 Berner Gemeinden erreichen im Durchschnitt einen Gewinn von 5 Franken. Die Mehrheit kommt mit der Entschädigung aus oder schreibt nur sehr kleine Verluste.

Unwirtschaftliche Entsorgungssysteme
Als Ursachen für die ungenügende Kostendeckung bei der Glassammlung sieht VetroSwiss vor allem die vielerorts noch zu wenig optimierten Logistiksysteme und der fehlende Wettbewerb: Im Kanton Wallis zum Beispiel ist das Gebiet klar unter den Entsorgern aufgeteilt. Ein Preiskampf entsteht hier nicht. In den Kantonen Luzern, Bern und Aargau spielt der Markt; da buhlen verschiedene Entsorger um das Altglas. Durch diesen Wettbewerb sinken die Preise.

Kein Handlungsbedarf
Bei richtiger Handhabung können die Gemeinden mit der VEG-Entschädigung Gewinne erzielen, wie die Auswertung zeigt. VetroSwiss sieht deshalb aktuell keinen Handlungsbedarf bezüglich Anpassung der VEG-Gebühren. Eine Durchschnittsentschädigung kann nicht für alle kostendeckend sein. Sie soll vielmehr Anreize zur Optimierung zulassen bzw. fördern.

Schwarzes Brett: Weitere Themen rund um Recycling und Nachhaltigkeit

80% des Kehrichts ist stofflich nicht verwertbar

Die Studie „Erhebung der Kehrichtzusammensetzung 2012“ des Bundesamtes für Umwelt BAFU besagt, dass 80 Prozent des Kehrichts in der Schweiz stofflich nicht verwertbar sind und tatsächlich in den Abfall gehören.
Zum ganzen Artikel

 

Recycling-map.ch mit neuer Feedback-Funktion für Gemeinden und Städte

Als Gemeinde oder Unternehmung mit der Verantwortung über eine Mehrzahl von Sammelstellen haben Sie neu die Möglichkeit, Ihre Sammelstellen als Liste ausgeben zu lassen. Diese Liste können Sie in Form eines PDFs mit einer A4 Seite pro Sammelstelle mit sämtlichen Sammelstelleninformationen speichern oder ausdrucken.

PDF-Feedback zu bereits erfassten Sammelstellen:
Hier können Sie in 3 Schritten das PDF für Ihre Gemeinde generieren:

1.  PLZ eingeben und Suchen klicken
2.  Alle auswählen
3.  PDF exportieren klicken

Klicken Sie für das Feedback bei den entsprechenden Seiten in Ihrem PDF auf den jeweiligen Änderungs-Link, welcher Sie auf das Bearbeitungsformular der Sammelstelle führt. Hier können Sie Ihre Anpassungen online vornehmen und an uns übermitteln.

Meldung einer noch nicht erfassten Sammelstelle:
Bitte geben Sie die Daten der Sammelstelle an. Nach der Verarbeitung werden die Daten gerne in die Recycling-Map übernommen.

Generelle Kontaktaufnahme:
Für Fragen, Anregungen und Ihr Anliegen stehen wir gerne zur Verfügung

Die Recycling Map ist ein Web-Angebot, das zum leichten Auffinden der nächstgelegenen Sammelstelle für zurzeit 38 Materialien dient. Die Recycling Map gibts kostenlos als iPhone/iPad App und neu auch als Voll-Version für Android-Smartphones sowie als mobile Webseite. Sie enthält Online-Informationen zu ca. 16’000 Sammelstellen und falls vorhanden, werden auch die Öffnungszeiten und die Distanz zur nächsten Sammelstelle via Routenplaner aufgeführt. Die Recycling Map gibt’s in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.


Textilrecycling gehört in die Hände von Profis

Altkleidersammlungen sind schon lange keine Spendensammlungen mehr. Bei der geschätzten Menge von 50'000 Tonnen in der Schweiz anfallenden Alttextilien steht die korrekte Entsorgung im Vordergrund. Ökologisch sinnvoll soll sie sein und traditionsgemäss gemeinnützigen Organisationen einen Zustupf bringen. Im Klartext bedeutet dies: Altkleidersammlungen müssen von professionellen Textilrecyclern ausgeführt werden.

TEXAID wurde vor 35 Jahren genau aus diesem Grund von sechs namhaften Schweizer Hilfswerken ins Leben gerufen: Die gesammelte Menge überschritt seit langem die tatsächlichen Bedürfnisse der Direkthilfe und sollte deshalb professionell verwertet werden. Hilfswerke sahen und sehen ihre Aufgabe in ihrer karitativen Tätigkeit und nicht im Altkeidersammeln, Sortieren und Verkaufen. Mit dem heute modernsten Sortierwerk Europas übernimmt TEXAID diese Aufgaben mit insgesamt 150 festangestellten Mitarbeitenden, einem 78-köpfigen Logistikteam und hohem sozialen und ökologischen Engagement.

Vergabe nach ökologisch/ökonomischen Gesichtspunkten
Bei der Vergabe/Bewilligung von Sammlungen und Containerstandplätzen sollte im Vordergrund stehen, welches Sammelunternehmen seine Aufgabe am besten meistert. Dabei sind die Kriterien professionelles Sammeln und  Sortieren, Arbeitsplätze in der Schweiz, nachweislich ökologisches Verhalten, Sozialpartnerschaft und eine möglichst hohe Wertschöpfung in der Schweiz ausschlaggebend. Die Erlösbeteiligung von Hilfswerken und regionalen karitativen Organisationen ist traditionell vorgegeben; hierbei erzielt TEXAID mit einem gemeinnützigen Anteil von über 90 Prozent der Ausschüttungen Höchstwerte.

Für die Bewilligungsbehörden stellt sich somit nicht die Frage, welches Hilfswerk am meisten Rappen pro Kilo Altkleider erhält, sondern wie sie gewährleisten können, dass die Alttextilien von der Sammlung bis zur Verwertung den ökologisch und ökonomisch besten Weg im Sinne des Gesetzgebers nehmen.

Swiss Recycling

Der  Brand  Swiss  Recycling  steht  für  hohe  Qualität,  Transparenz  und  nachhaltige Entwicklung auf allen Recycling-Stufen – von der Separatsammlung über die Logistik hin zur Verwertung und dem Einsatz des Sekundärmaterials. Die Mitglieder verpflichten sich, die in der  Swiss  Recycling  Charta  definierten  Standards  umzusetzen:  Dies  sind  insbesondere Transparenz  im  Stoff-  und  Finanzfluss,  optimierte  Rücknahme  sowie  nachhaltige Entwicklung.

Swiss  Recycling  sensibilisiert  durch  Kommunikationsarbeit  für  das  Separatsammeln  und das  Recycling.  Die  Wiederverwertung  schont Ressourcen,  spart  Energie,  reduziert Treibhausgasemissionen und schafft Sekundär-Rohstoffe. Entscheidende Grundlage dafür ist die richtige Separatsammlung.

Swiss Recycling unterstützt den Erfahrungsaustauschunter den Mitgliedern / Partnern und die  Realisierung  von  Synergien.  Als  eigenständige  Non-Profit-Organisation  ist  Swiss Recycling kompetente Ansprechpartnerin in allen Fragen zum Thema Separatsammlung und Recycling.

Swiss Recycling - Damit Recycling Rund läuft.

Dem Verein Swiss Recycling können alle Recycling-Organisationen angehören, die gesamtschweizerisch in der Separatsammlung tätig sind. Derzeitige Mitglieder sind folgende Organisationen:
•    FERRO Recycling (Konservendosen und Stahlblech)
•    IGORA-Genossenschaft (Aluminiumverpackungen)
•    INOBAT (Batterien)
•    PET-Recycling Schweiz (PET-Getränkeflaschen)
•    SENS eRecycling (elektrische und elektronische Haushaltklein- und Haushaltgrossgeräte)
•    Stiftung Licht Recycling Schweiz SLRS (Leuchtmittel und Leuchten)
•    Swico Recycling (Büro-, Unterhaltungselektronik und Telekommunikation) 
•    TEXAID Textilverwertungs-AG (Textilien und Schuhe)
•    VetroSwiss (Flaschen- und Lebensmittelglas)

Swiss Recycling
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8049 Zürich

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