Neuigkeiten Swiss Recycling – Juni 2016

Guten Tag

Kunststoffflaschen, Gemüseverpackungen, PET-Getränkeflaschen - was gehört wohin? Wenn Sie den Überblick im Kunststoffrecycling verloren haben, kommt unser Newsletter genau richtig. Wir klären Sie auf, welche Kunststoffverpackungen wo korrekt entsorgt werden.

Zusätzlich weisen wir Sie auf die aktuellen Weiterbildungsmöglichkeiten der Recyclingbranche hin und machen auf kommende Anlässe aufmerksam.

Einen warmen Start in den Sommer wünscht Ihnen

das Swiss Recycling-Team

Folgende Themen werden diskutiert:

Information Kunststoff für Konsumenten
Information Kunststoff für Gemeinden
Weiterbildungen im Recycling
Schwarzes Brett: Veranstaltungen und Swiss Recycling Magazin

Informationen zur Kunststoffsammlung für Konsumenten: Behalten Sie den Überblick!

Plastikflaschen zum Detailhändler, PET-Getränkeflaschen in den PET-Kübel, alles andere in den Kehricht. Oder doch nicht? Sollte man das nicht mit dem Gemischtsammelsack entsorgen, der vielerorts angeboten wird? Wir klären auf – damit Sie wissen, wohin mit Ihrem Kunststoffabfall und warum.

PET-Getränkeflaschen: Geben Sie Ihre PET-Getränkeflaschen weiterhin an den PET-Sammelstellen (Verkaufsstellen, Sammelbehälter in Büros, Schulen, Tankstellen, Bahnhöfen, Sportanlagen etc.) ab. Wichtig: Nur PET-Getränkeflaschen. Alles andere schadet dem Recyclingprozess.

Kunststoffflaschen aus Haushaltungen mit Deckel (Waschmittel, Shampoo, Bodylotion, Milchflaschen etc.): Geben Sie diese Flaschen kostenlos im Detailhandel (bei Migros oder Coop) zurück. Dort werden sie gesammelt und recycelt.

Und der restliche Kunststoff? Lebensmittelverpackungen? Plastiksäcke? Immer wieder taucht die Frage nach der Sammlung von Salatschalen, Fleisch- und Käseverpackungen oder anderen Plastikverpackungen auf. Das Recycling dieser Kunststoffverpackungen ist zum heutigen Zeitpunkt weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll. Zwar kann die Sortieranlage diese Verpackungen von PET-Getränkeflaschen oder Kunststoffflaschen aus dem Haushalt trennen, doch können die Kunststoffe – teils Verbundstoffe, oft verschmutzt – nicht in ihre ursprüngliche Form zurückgeführt und qualitativ hochwertig recycelt werden. So landen sie mehrheitlich am Ende doch wieder in der Verbrennung (KVA oder Zementofen) – der Umweg in die Sortieranlage lohnt sich also keinesfalls.

Und was ist mit diesen Kunststoffsammelsäcken? Mittlerweile werden in verschiedenen Regionen der Schweiz Gemischt-Kunststoffsammelsäcke verkauft. Darin kann der Konsument zusätzliche Kunststoffverpackungen sammeln. Der Bevölkerung wird vorgetragen, dass der Inhalt der Säcke recycelt wird. Leider wird ein Grossteil der zusätzlichen Sammelmengen verbrannt und nicht recycelt, da die Gemischt-Sammlung die Qualität reduziert und die Mehrheit der Mengen nicht rezyklierbar ist.

Im Thurgau wird zurzeit ein Versuch mit dem KUH-Bag durchgeführt, welcher von der EMPA begleitet wird. Aus diesem Versuch dürften neue Zahlen betreffend stofflichem Verwertungspotenzial resultieren, welche eine abschliessende Beurteilung der Gemischtsammlung zulassen. Dies wird 2017 der Fall sein.

Weitere Infos sowie ein Faktenblatt mit den wichtigsten Fragen & Antworten finden Sie unter Wertstoffe -> Kunststoff

Informationen zur Kunststoffsammlung für Gemeinden: Abwarten mit gemischter Sammlung!

In der Schweizer Recyclingbranche haben sich sortenreine Sammlungen als Basis für hochwertiges stoffliches Recycling bewährt. Die Organisation Kommunale Infrastruktur OKI, der VBSA und Swiss Recycling raten den Gemeinden zurzeit von einer Gemischtsammlung ab.

Die Branchenverbände empfehlen ‒ neben der erfolgreich etablierten Sammlung von PET–Getränkeflaschen ‒ die separate Sammlung von stofflich verwertbaren Kunststoffflaschen mit Deckel aus Haushalten als zurzeit einzige zusätzliche Sammlung. Eine gemischte Kunststoffsammlung aus Haushalten, beispielsweise mit einem Kunststoffsammelsack, erachten die drei Verbände nicht als zielführend für ein ökoeffizientes Kunststoffrecycling. Solche Systeme stehen im Widerspruch zur bewährten Strategie der möglichst sortenreinen Sammlung von Sekundärrohstoffen.

Damit das stoffliche Recycling und die Separatsammlung sinnvoll sind, gibt es bestimmte Anforderungen. Diese sind als Diskussionsgrundlage zu verstehen und sollen für die verschiedenen Separatsammlungen im Kunststoff-Bereich gelten. Verschiedene Inputs einzelner Akteure sind bereits in die Anforderungen eingeflossen, welche zusammen mit Interessierten weiterentwickelt werden. Hintergrund für der Forumulierung dieser Anforderungen ist die Überzeugung, dass der volkswirtschaftliche Gesamtnutzen und nicht betriebswirtschaftliche Einzel-Interessen im Vordergrund stehen sollen.

Anforderungspapier

Die komplette Empfehlung mit Begründungen können Sie hier lesen.

Unter Wertstoffe - Kunststoffe finden Sie weitere Informationen.

Gerne können Sie sich bei Fragen auch direkt an uns wenden. Kontakt

Im Thurgau wird momentan ein Versuch mit dem KUH-Bag durchgeführt, welcher von der EMPA begleitet wird. Aus diesem Versuch dürften neue Zahlen betreffend stofflichem Verwertungspotenzial resultieren, welche eine abschliessende Beurteilung der Gemischtsammlung zulassen. Wir werden Sie rechtzeitig darüber informieren.

Weiterbildungen im Recycling

Auch dieses Jahr gibt es wieder zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten für Interessierte im Recycling-Bereich: Von eintägigen Workshops mit Besichtigungen der neusten Papierproduktions- und Kehricht-Verbrennungsanlagen hin zu praktischen Kursen für verschiedene Zielgruppen innerhalb der Recyclingbetriebe.

Im April ist der Diplomkurs Sammelstellenleitung erfolgreich gestartet. Interessierte Führungs- oder Fachkräfte können die Module auch einzeln buchen, als nächstes stehen die Module Kommunikation und Wertstoffhandel (29.6/24.8) sowie Prozesse und Kennzahlen (28.6/23.8) an.

Demnächst läuft der Fachkurs Sammelfraktionen an, welcher an drei Tagen (Juni/Juli) Mitarbeitern einer kommunalen oder privaten Sammelstelle die wichtigsten betrieblichen Aspekte vermittelt.

Weiter möchten wir Sie bereits auf den Grundlagenkurs Abfallbewirtschaftung für Abfallverantwortliche von Städten und Gemeinden aufmerksam machen. Die Erstdurchführung im September 2016 ist beinahe ausgebucht, weshalb eine zweite Durchführung am 22./23. November angeboten wird.

Workshops

„Altpapierrecycling und die Dampflok Renergia“ – besuchen Sie unsere Workshops und erfahren Sie mehr über die aktuellen Herausforderungen im Papierrecycling und die Zusammenarbeit der Perlen Papier AG mit der Renergia.

Alle Informationen und Anmeldemöglichkeiten für die Workshops finden Sie hier, Informationen rund um die Kurse unter www.abfallkurse.ch

CAS

Interessiert Sie das dynamische Umfeld der Recycling- und Entsorgungsbranche und möchten Sie ihr Wissen vertiefen? Dann besuchen Sie den Zertifikatslehrgang CAS Recycling und Entsorgung am WERZ in Zug im September 2016. WERZ CAS Recycling und Entsorgung

Schwarzes Brett: Nachhaltige Veranstaltungen

Lust auf Kino? Seit letzter Woche läuft der Film Tomorrow in den Deutschschweizer Kinos – verpassen Sie den Film auf keinen Fall! Wollen Sie sich am Kampf gegen Littering beteiligen? Planen Sie jetzt Ihre Aktion für den nationalen Clean-Up-Day im September.

Clean-Up-Day 2016

Stören Sie sich an Littering und möchten etwas dagegen unternehmen? Am Freitag, 9. und Samstag, 10. September 2016 gibt es die Gelegenheit dazu.

Organisieren Sie zusammen mit Ihrer Gemeinde, Firma, Schule, Pfadi oder Ihrem Verein eine lokale Aufräum-Aktion und setzen Sie damit ein starkes nachhaltiges Zeichen gegen Littering und für eine saubere Schweiz. Je mehr Aktionen, desto stärker die Wirkung: Leisten Sie zusammen mit der Bevölkerung einen aktiven Beitrag für die Lebensqualität und das Sicherheitsgefühl in Ihrer Gemeinde. Gemeinsam und mit gegenseitigem Respekt können wir etwas bewirken.
Mehr Informationen dazu gibt es unter www.clean-up-day.ch

Kino-Tipp: Tomorrow

Der inspirierende Film trifft den Nerv der Zeit. Wo auch immer er in den Kinos anläuft, wird er zum absoluten Publikumsliebling.
Was, wenn es die Formel gäbe, die Welt zu retten? Was, wenn jeder von uns dazu beitragen könnte?
Als die französische Schauspielerin Mélanie Laurent («Inglourious Basterds») und der Aktivist Cyril Dion in der Wissenschafts-Zeitschrift «Nature» eine Studie lesen, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Ökosysteme innerhalb der nächsten 80 Jahre voraussagt, wollen sie sich nicht mit diesem Horror-Szenario abfinden.
Weitere Infos zu Tomorrow

Magazin Swiss Recycling

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Swiss Recycling

Swiss  Recycling  steht  für  hohe  Qualität,  Transparenz  und  nachhaltige Entwicklung auf allen Recycling-Stufen – von der Separatsammlung über die Logistik hin zur Verwertung und dem Einsatz des Sekundärmaterials. Die Mitglieder verpflichten sich, die in der  Swiss  Recycling  Charta  definierten  Standards  umzusetzen:  Dies  sind  insbesondere Transparenz  im  Stoff-  und  Finanzfluss,  optimierte  Rücknahme  sowie  nachhaltige Entwicklung.

Swiss  Recycling  sensibilisiert  durch  Kommunikationsarbeit  für  das  Separatsammeln  und das  Recycling.  Die  Wiederverwertung  schont Ressourcen,  spart  Energie,  reduziert Treibhausgasemissionen und schafft Sekundär-Rohstoffe. Entscheidende Grundlage dafür ist die richtige Separatsammlung.

Swiss Recycling unterstützt den Erfahrungsaustauschunter den Mitgliedern / Partnern und die  Realisierung  von  Synergien.  Als  eigenständige  Non-Profit-Organisation  ist  Swiss Recycling kompetente Ansprechpartnerin in allen Fragen zum Thema Separatsammlung und Recycling.

Swiss Recycling - Damit Recycling Rund läuft.

Dem Verein Swiss Recycling können alle Recycling-Organisationen angehören, die gesamtschweizerisch in der Separatsammlung tätig sind. Derzeitige Mitglieder sind folgende Organisationen:

•    FERRO Recycling (Konservendosen und Stahlblech)
•    IGORA-Genossenschaft (Aluminiumverpackungen)
•    INOBAT (Batterien)
•    PET-Recycling Schweiz (PET-Getränkeflaschen)
•    Perlen Papier (Papier)
•    Stiftung SENS (elektrische und elektronische Haushaltklein- und Haushaltgrossgeräte)
•    Stiftung Licht Recycling Schweiz SLRS (Leuchtmittel und Leuchten)
•    SWICO Recycling (Büro-, Unterhaltungselektronik und Telekommunikation)
•    Tell-Tex (Textilien und Schuhe) 
•    TEXAID Textilverwertungs-AG (Textilien und Schuhe)
•    VetroSwiss (Verpackungsglas)

Swiss Recycling
Obstgartenstrasse 28
8006 Zürich

Tel. +41 (0)44 342 20 00

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