Aluminium

Aluminium wird aus dem in unserer Erde vorkommenden Gestein Bauxit gewonnen. Das silbrige Metall weist  bezüglich Sauerstoff, Licht und verschiedensten Umwelteinflüssen eine gute Barrierefunktion auf. Gleichzeitig ist es durch seine geringe Dichte sehr leicht.

Diese Eigenschaften macht man sich in der Verpackungsindustrie zu Nutze und setzt Aluminium zum dauerhaften Schutz von Lebensmittel, Pharmazeutika, Kosmetika und anderen empfindlichen Stoffen ein.

Kreislauf

Verkauf

Getränkedosen, Lebensmitteltuben, Tiernahrungsschalen, Joghurtdeckel – die Aluminiumprodukte gelangen zur Nutzung an den Konsumenten.

Sammlung

Speziell gekennzeichnete Sammelbehälter für Aluminiumprodukte stehen in nahezu allen Schweizer Gemeinden und Städte zur Verfügung. Oft werden im gleichen Container neben Aluminium auch Konservendosen gesammelt.

Sortierung

Die gesammelten Aluminiumverpackungen gelangen in Sortierwerke. Dort werden sie von übrigen Fremdmaterialen getrennt und für
die Weiterverarbeitung bereit gemacht.

Schmelzen

Die Recyclingwerke schmelzen den Aluminiumschrott in einem ca. 800 Grad heissen Ofen ein.

Der Schmelzpunkt von Aluminium liegt bei 660 Grad Celsius.

Giessen

Das im Ofen geschmolzene Aluminium wird nun zu neuwertigen Aluminiumbarren gegossen.

Walzen

Bei Temperaturen von ca. 500 Grad Celsius werden die Alubarren ausgewalzt. Die Barren werden dabei zu wenigen Milimeter dünnen Platten und aufgerollt. Mit einer Kaltwalze können die Platten in einem zweiten Schritt bis zu 6 Mikrometer dünn ausgewalzt werden.

Neuproduktion

Aus den Aluplatten und -folien können nun wieder neue Aluminiumprodukte hergestellt werden.

Separatsammlung 

Gesammelt werden:

  • Getränkedosen
  • Lebensmitteltuben
  • Joghurtdeckel
  • Menü- und Backschalen, Haushaltsfolie
  • Tiernahrungsschalen
  • kleine Aluminiumteile und alle anderen Verpackungen mit dem Aluminiumrecycling-Signet
     

Bitte beachten:

  • Spricht man von der Aluminiumsammlung, denkt man oft an Dosen. Nicht zu vergessen sind aber auch die Aluminiumtuben, -folien, -schalen und alle anderen Verpackungen mit dem offiziellen Signet, die ebenfalls zu 100% rezykliert werden können.
  • Pressen Sie die Dosen zusammen. Dadurch reduzieren Sie das Volumen und somit auch die Transportkosten.
  • Das Material soll so sauber wie möglich sein, d.h. Tuben gut ausdrücken, Schalen auswaschen, etc.
     

Nicht in diese Fraktion gehören:  

  • Bestandteile wie Tubendeckel, die nicht aus Aluminium sind
  • Kapseln aus Aluminium haben einen speziell gekennzeichneten Sammelbehälter
  • Verbundverpackungen, die nur teilweise Aluminium enthalten und meist eine kunststoffbeschichtete Aluminiumfolie aufweisen: Suppen- und Stockibeutel, Butterpapiere, Fertiggerichte, Tetrapaks, Tablettenverpackungen, etc. (⇒ Kehricht)
  • Spraydosen: Kosmetik-, Farb-, Öl- und Lackspraydosen (⇒ Sonderabfall oder Kehricht)
  • schwere und grosse Teile, Vorhangschienen und -stangen (⇒ Metallcontainer)
     

Wo gesammelt wird

In Gemeinden und Städten wird das Aluminium je nach Sammelsystem separat oder zusammen mit den Stahlblechverpackungen gesammelt. Kapseln aus Aluminium haben jedoch immer einen separaten und speziell gekennzeichneten Container. Vor allem im öffentlichen Raum trifft man auf zahlreiche IGORA-Sammelbehälter, die ausschliesslich Aluminium sammeln.

Vorteile des Recyclings

Beim Recycling von Aluminium werden, im Vergleich zur Ersterstellung, pro Kilogramm Aluminium neun Kilogramm CO2 und bis zu 95% der ursprünglich aufgewendeten Energie eingespart. Zudem lässt es sich ohne Qualitätseinbussen unendlich oft rezyklieren. Die Herstellung von Sekundäraluminium ist auch ökonomisch interessant, weil die Wirtschaft mit Primäraluminium weltweit längst nicht mehr auskommt.

Dazugehörige Organisation

Die IGORA-Genossenschaft engagiert sich bereits seit 1989 für das Sammeln und Rezyklieren von leeren Aluminiumverpackungen. Sie setzt sich ein für eine stetig wachsende Sammelquote, die heute bei den Alu-Dosen bereits bei 91% liegt.