Elektrische und elektronische Geräte

Vom Rasenmäher über den Toaster bis zum Handy, Computer und Fotoapparat: In jedem elektrischen bzw. elektronischen Gerät stecken wertvolle Rohstoffe, die nach dem Recycling wieder verwertet werden können.

Kreislauf

Rückgabe / Sammlung

Der Konsument gibt das ausgediente elektrische oder elektronische Gerät kostenlos bei den dafür vorgesehenen Sammelstellen ab.

Wo wird gesammelt?

Lieferung an Recycler

Sammelstellen, Fach- und Detailhandel oder Gemeinden erstellen online einen Abholauftrag. Die Ware wird zum Recycler geliefert.

Manuelle Zerlegung

Der Recycler entscheidet bei der Vortriage, welche Elektro- und Elektronikgeräte manuell schadstoffentfrachtet werden müssen und welche direkt in die maschinelle Verarbeitung gehen.

Demontage

Als erstes werden schadstoffhaltige Bauteile wie Bildröhren in Handarbeit demontiert. Die Geräte werden soweit möglich von Kabeln und Leiterplatten befreit.Danach folgt die mechanische Verarbeitung.

Mechanische Verarbeitung

Zur Vorzerkleinerung werden die Altgeräte mit einem rotierenden Kettenwerk "schonend" zerschlagen. Dabei verlieren die Schadstoffe (z. B. Batterien und Kondensatoren) die Haftung an den Klemm- und Lötstellen und verlassen den Materialraum beinahe unbeschädigt.

Sortierung

Anschliessend werden die Schad- und Wertstoffe aussortiert – durch Magnetabscheider, Siebe, Wirbelstromscheider und Handsortierung. Die spätere Aufbereitung und Entsorgung der Schadstoffe erfolgt in dafür spezialisierten Firmen.

Mechanische Trennung

In der Feinseparation wird das schadstofffreie Material von der Prallmühle aufgeschlossen und verkugelt. Mittels Trenntischen werden die Metalle von den Nicht-Metallen separiert.

Sekundärrohstoffe

Die anschliessende Siebung schafft die Voraussetzung für das Trennen von Metall und Kunststoff. Metallgranulate werden mit dem Dichtetrenntisch weitergetrennt. So gelangen Metallfraktionen und Kunststofffraktionen in möglichst reiner Form zurück in den Stoffkreislauf.

Herstellung neuer Produkte

Der Hersteller verarbeitet die Sekundärrohstoffe und verwendet diese für neue Produkte, die er dem Handel liefert. So gelangen die Sekundärrohstoffe als Teil eines Produktes wieder an den Konsumenten.

Separatsammlung

Gesammelt werden:

Alle elektrischen und elektronischen Geräte samt Zubehör:

  • aus dem Haushalt: Haushaltklein- und Haushaltgrossgeräte, Kühl-, Gefrier- und Klimageräte, Bau-, Garten-, Hobby-, Sport- und Fitnessgeräte, Heimtierbedarf und Spielwaren mit elektrischen und elektronischen Komponenten
    (Verantwortliche Organisation: SENS eRecycling)

  • aus dem Büro, der Informatik-, Telekommunikations-, Musik-, Foto- und Unterhaltungsbranche, Dentalhandel, Mess-, Medizinal- und Sicherheitstechnik, etc.
    (Verantwortliche Organisation: Swico Recycling)

Nicht in diese Fraktion gehören:  

  • Batterien und Akkus (⇒ separate Fraktion)
  • Verpackungsmaterial der Geräte
  • Fritteusen mit Frittieröl
  • Abfälle in Kühlschränken
  • Glühbirnen (⇒ Bauschuttmulde oder Kehricht)
  • Sicherungskasten mit Sicherungen
  • Schalttableaux
  • Lichtschalter
  • Steckdosen
  • einzelne Toner/Tintenpatronen (⇒ eigene Rücknahmesysteme der Hersteller)

Wo gesammelt wird

Der Handel hat eine gesetzliche Rücknahmepflicht und die KonsumentInnen eine gesetzliche Rückgabepflicht. Demzufolge können elektrische und elektronische Geräte überall, wo diese verkauft werden, kostenlos zurückgegeben werden – auch ohne einen Neukauf. Zudem existieren verschiedenste Abgabestellen in Gemeinden und Städten sowie ergänzende Swico- und SENS-Sammelstellen.

Vorteile des Recyclings

Ob früher oder jetzt: Das achtlose Wegwerfen von Elektroschrott ist hochproblematisch. Fotokopierer enthalten z.B. krebserregendes Selenium und in Plastikgehäusen von Computern sind oft Flammschutzmittel enthalten, d.h. beim Verbrennen gelangen schädliche Dioxine in die Luft.
Beim Recycling durch Swico und SENS werden die Geräte fachgerecht zerlegt, die schadstoffhaltigen Komponenten getrennt und schliesslich separat und umweltgerecht entsorgt.
Zudem können die Rohstoffe in neuen Handys, Kameras, Bildschirmen und weiteren Geräten wieder zum Einsatz kommen.

Auch sogenannte Gewürzmetalle wie Indium sind in Elektro(nik)schrott enthalten und können dank dem Recycling wiederverwendet werden. Auf unserem Filmportal finden Sie einen informativen Film zu diesem Thema.

Dazugehörige Organisationen

Um den wilden Deponien ein Ende zu bereiten und eine umweltgerechte Entsorgung sicherzustellen, wurde 1990 die Stiftung Entsorgung Schweiz (SENS oder SENS eRecycling) gegründet, die sich um die Sammlung von elektrischen und elektronischen Geräten rund um den Haushalt kümmert.
Vier Jahre später wurde Swico Recycling (Schweizer Wirtschaftsverband der Informations-, Kommunikations- und Organisationstechnik) ins Leben gerufen - mit grösstem Erfolg; der Verband erreicht heute eine Rücklaufquote von rund 95%. 

Wollen Sie mehr über diese Separatsammlung erfahren, so besuchen Sie die Webseite unserer Mitglieder:

SENS eRecycling
Swico Recycling