Kreislaufwirtschaft

Der Begriff Kreislaufwirtschaft – teilweise auch bekannt oder verstanden als Cradle-to-cradle, circular economy, permanent materials, Upcycling, etc. – existiert schon seit über 25 Jahren. Dennoch sind die möglichen Einflüsse auf den zukünftigen Umgang mit Materialien schwierig abzuschätzen. Sind die wenigen, erfolgreich implementierten Geschäftsmodelle Vorboten eines Umbruchs oder besetzen sie lediglich eine Nische? Das nachfolgende Dossier versucht aufzuklären und wagt eine Einschätzung.

Definition

In einer Kreislaufwirtschaft werden Ressourcen in möglichst geschlossenen Kreisläufen geführt. Der Ressourcen-Einsatz wird mit kreislauffähigen Materialien umgesetzt, bei welchen im Wiederaufbereitungsprozess möglichst keine Ausschüsse entstehen.

Auf Systemebene wird ein selbsterhaltendes bzw. regeneratives System kreiert, welches durch das überlegene Design der Materialien, Produkte, Geschäftsmodelle und Prozesse Abfälle zu eliminieren vermag und die Nachfrage nach Primärrohstoffen minimiert.

Schweiz

Die Kreislaufwirtschaft ist in der Schweiz zumindest auf politischer Ebene noch nicht in Erscheinung getreten. Dies hängt einerseits mit den hohen Recyclingquoten und dem guten Funktionieren des Status quo, andererseits mit dem weiträumigen Fehlen von rohstoffintensiven Industrien in der Schweiz zusammen. Die Swiss Recycling Präsentation gibt einen groben Überblick über die allgemeinen Treiber, Trends, Handlungsfelder und Szenarien.

Präsentation Kreislaufwirtschaft Swiss Recycling

Europäische Union

Die Europäische Union hat 2015 einen mutigen Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft gewagt und Ziele für die Kreislaufwirtschaft 2030 formuliert. Es ist davon auszugehen, dass die EU die Kreislaufwirtschaft als globalen Standortvorteil identifiziert hat, durch deren Förderung dem Arbeitsplatzschwund und der De-Industrialisierung entgegengewirkt werden kann. Das Faktenblatt fasst das aktuelle Geschehen und die Ziele für 2030 zusammen.

Aktuelle Situation EU - neues EU-Paket

Erfolgreiche Geschäftsmodelle

Neben den staatlichen Akteuren wirken auch die Unternehmen selber als Treiber der Kreislaufwirtschaft. Dabei kommt es ebenso vor, dass Unternehmen durch die Kreislaufwirtschaft neue Opportunitäten entdecken, wie auch, dass sie ihre Geschäftsmodelle anpassen und in überlegene Positionen kommen. Ein paar dieser Geschäftsmodelle aus verschiedenen Branchen und (Dienstleistungs-)Bereichen werden in diesem Bericht vorgestellt.

Sanu durabilitas - Geschäftsmodelle zur Förderung einer Kreislaufwirtschaft

Swisscleantech/öbu - Erfolgsbeispiele der Kreislaufwirtschaft I

Swisscleantech/öbu - Erfolgsbeispiele der Kreislaufwirtschaft II

Swisscleantech/öbu - Erfolgsbeispiele der Kreislaufwirtschaft III