05.04.2022

Dienstag

Handlungsfelder und Hürden der Kreislaufwirtschaft

Erstmals wurde mit dem «Statusbericht der Schweizer Kreislaufwirtschaft» eine repräsentative Studie zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft auf Unternehmensebene präsentiert.

Fachbeiträge   ––   Kreislaufwirtschaft   ––   Recycling   ––   Bevölkerung   ––   Firmen   ––   Gemeinden & Sammelstellen

Kosten: CHF 295 für Nicht-Mitglieder, CHF 245 für Mitglieder (SR / SVKI)

Ort: Schneider Umweltservice AG, Seestrasse 1037, 8706 Meilen

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Beim «Statusbericht der Schweizer Kreislaufwirtschaft» wurden drei Handlungsfelder eruiert, in welche Unternehmen und Organisationen aktiv werden müssen, damit die Ziele einer Kreislaufwirtschaft erreicht werden: 


1.    Effizienz von Produkten und Produktionsprozessen erhöhen 
2.    Lebensdauer von Produkten verlängern
3.    Kreisläufe schliessen
 

Die Idee, bestehende Ressourcen effizient zu nutzen und möglichst wenig Abfall zu verursachen, ist nicht neu. Der steigende Wohlstand führte jedoch in unserem Land vermehrt zu einer Wegwerfgesellschaft. 


Auf der Seite der Unternehmen muss daher ein Umdenken stattfinden. Für sie lohnt es sich, Prozesse effizienter zu gestalten und damit Kosten einzusparen. Andererseits bedeutet eine höhere Lebensdauer auch einen Nachfragerückgang. Neue Geschäftsmodelle, z.B. das Vermieten von qualitativ hochstehenden Produkten, können diesem Rückgang jedoch entgegenwirken. 


In der Schweiz wird aktuell noch viel zu wenig für eine gelebte Kreislaufwirtschaft unternommen. Insgesamt 40% der Unternehmen haben in den letzten drei Jahren in Bezug auf ökologische Nachhaltigkeit nichts unternommen. Insbesondere für die Schweiz ist eine Kreislaufwirtschaft jedoch unvermeidlich, denn es gibt hierzulande kaum natürliche Ressourcen. 

 

Sensibilisierung von Unternehmen ist essentiell

Eine der grössten Hürden ist die Sensibilisierung von Unternehmen, denn für viele scheint die ökologische Nachhaltigkeit noch nicht genügend relevant zu sein. Eine weitere Herausforderung ist die Wirtschaftlichkeit, da es komplex und teuer sein kann, Produkte zum Beispiel langlebiger zu gestalten. Auch technische Herausforderungen spielen dabei eine Rolle. 


Es benötigt weiterhin substanzielle Fortschritte in der Kreislaufwirtschaft, um unsere Umweltziele zu erreichen.