Elektrische und elektronische Geräte

Vom Rasenmäher über den Toaster bis zum Handy, Computer und Fotoapparat: In jedem elektrischen bzw. elektronischen Gerät stecken wertvolle Rohstoffe, die nach dem Recycling wieder verwertet werden können.

Kreislauf von elektrischen und elektronischen Geräten

Auto an öffentlicher Sammelstelle.

1 – Rückgabe / Sammlung

Konsument*innen geben das ausgediente elektrische oder elektronische Gerät kostenlos bei den dafür vorgesehenen Sammelstellen ab.

Transport von EE-Geräten mit dem Lastwagen.

2 – Lieferung an Recycler

Sammelstellen, Fach- und Detailhandel oder Gemeinden erstellen online einen Abholauftrag. Die Ware wird zum Recycler geliefert.

Mulden mit elektrischen und elektronischen Geräten.

3 – Manuelle Zerlegung

Der Recycler entscheidet bei der Vortriage, welche Elektro- und Elektronikgeräte manuell schadstoffentfrachtet werden müssen und welche direkt in die maschinelle Verarbeitung gehen.

Ein Mann demontiert die EE-Geräte.

4 – Schad- und Störstoffentfrachtung

In einem ersten Schritt werden die Schad- & Störstoffe entfrachtet. Den Geräten werden die Kondensatoren, quecksilberhaltigen Bestandteile und Batterien entfernt.

Die Schadstoffentfrachtung erfolgt in Handarbeit. Danach folgt die mechanische Verarbeitung.

Unter Störstoffen versteht man z.B. Glas.

5 – Schadstoffvernichtung

Die Aufbereitung und Entsorgung der Schadstoffe erfolgt in dafür spezialisierten Firmen.

6 – Mechanische Verarbeitung

Die Altgeräte werden mit einem rotierenden Kettenwerk "schonend" zerschlagen. Dabei verlieren die einzelnen Komponenten die Haftung an den Klemm- und Lötstellen und verlassen als Gemisch einzelner Komponenten den Materialraum

Anlage für die Feinseparation von Metallen und Nicht-Metallen.

7 – Sortierung

Die Komponenten werden anschliessend durch verschiedene Techniken wie Magnetabscheider, Siebe, Wirbelstromscheider und Handsortierung separiert.

Eine Hand zeigt Metallgranulat.

8 – Sekundärrohstoffe

Die Komponenten sind nun so sortiert, dass die FE-Metalle, NE-Metalle und Kunststofffraktionen in reiner Form vorliegen und zurück in den Stoffkreislauf geführt werden können.

Neue Elektrogeräte werden aus Sekundärrohstoffen hergestellt.

9 – Herstellung neuer Produkte

Die Hersteller verarbeiten die Sekundärrohstoffe und verwenden diese für neue Produkte, die dem Handel geliefert werden. So gelangen die Sekundärrohstoffe als Teil eines Produktes wieder an die Konsument*innen.

Was gehört in die Sammlung elektrischer und elektronischer Geräte?

Gesammelt werden:

Alle elektrischen und elektronischen Geräte samt Zubehör:

  • aus dem Haushalt: Haushaltklein- und Haushaltgrossgeräte, Kühl-, Gefrier- und Klimageräte, Bau-, Garten-, Hobby-, Sport- und Fitnessgeräte, Heimtierbedarf und Spielwaren mit elektrischen und elektronischen Komponenten (Verantwortliche Organisation: SENS eRecycling)
  • aus dem Büro, der Informatik-, Telekommunikations-, Musik-, Foto- und Unterhaltungsbranche, Dentalhandel, Mess-, Medizinal- und Sicherheitstechnik, etc. (Verantwortliche Organisation: Swico Recycling

In eine andere Sammlung oder den Hauskehricht gehören:

  • Batterien und Akkus (⇒ separate Fraktion)
  • Verpackungsmaterial der Geräte
  • Fritteusen mit Frittieröl
  • Abfälle in Kühlschränken
  • Glühbirnen (⇒ Bauschuttmulde oder Kehricht)
  • Sicherungskasten mit Sicherungen
  • Schalttableaux
  • Lichtschalter
  • Steckdosen
  • einzelne Toner/Tintenpatronen (⇒ eigene Rücknahmesysteme der Hersteller)
     

Wo werden elektrische und elektronische Geräte gesammelt?

Der Handel hat eine gesetzliche Rücknahmepflicht und die Konsument*innen eine gesetzliche Rückgabepflicht. Demzufolge können elektrische und elektronische Geräte überall, wo diese verkauft werden, kostenlos zurückgegeben werden – auch ohne einen Neukauf. Zudem existieren verschiedenste Abgabestellen in Gemeinden und Städten sowie ergänzende Swico- und SENS-Sammelstellen.

Sammelstellen in Ihrer Nähe finden Sie in unserer Recycling-Map

Vorteile des Elektro- und Elektronikgeräte-Recyclings

Ob früher oder jetzt: Das achtlose Wegwerfen von Elektroschrott ist hochproblematisch. Fotokopierer enthalten z.B. krebserregendes Selenium und in Plastikgehäusen von Computern sind oft Flammschutzmittel enthalten, d.h. beim Verbrennen gelangen schädliche Dioxine in die Luft.

Beim Recycling durch Swico und SENS werden die Geräte fachgerecht zerlegt, die schadstoffhaltigen Komponenten getrennt und schliesslich separat und umweltgerecht entsorgt.
Zudem können die Rohstoffe in neuen Handys, Kameras, Bildschirmen und weiteren Geräten wieder zum Einsatz kommen.

Auch sogenannte Gewürzmetalle wie Indium sind in Elektro(nik)schrott enthalten und können dank dem Recycling wiederverwendet werden. Auf unserem Filmportal finden Sie einen informativen Film zu diesem Thema.

Kennzahlen und Hintergrundwissen

1Tonne

rezyklierte Elektro- und Elektronikgeräte (inkl. Leuchtmittel) sparen so viele Umweltbelastungen ein, wie 247‘500 km Zugfahrt mit der SBB generieren – das ist gleich 48 Mal das gesamte Schweizer Schienennetz

Weitere Kennzahlen zum Elektro- und Elektronikgeräte-Recycling finden Sie unter

www.erecycling.ch/wissenswertes/oekobilanz

Organisation

Um den wilden Deponien ein Ende zu bereiten und eine umweltgerechte Entsorgung sicherzustellen, wurde 1990 die Stiftung Entsorgung Schweiz (SENS oder SENS eRecycling) gegründet, die sich um die Sammlung von elektrischen und elektronischen Geräten rund um den Haushalt kümmert.

Vier Jahre später wurde Swico Recycling (Schweizer Wirtschaftsverband der Informations-, Kommunikations- und Organisationstechnik) ins Leben gerufen - mit grösstem Erfolg; der Verband erreicht heute eine Rücklaufquote von rund 95%. 

Wollen Sie mehr über diese Separatsammlung erfahren, so besuchen Sie die Webseite unserer Mitglieder:

SENS eRecycling

Swico Recycling

Sens eRecycling
Stiftung SENS
Obstgartenstrasse 28
8006 Zürich    

Tel. +41 (0)43 255 20 00 
info.dont-like-spam@ich-will-kein-spam.eRecycling.ch
www.eRecycling.ch